AWO bloggt gemeinsam im Norden


„Wer schreibt, der bleibt“ - Damit die AWO Werte und Positionen, aktuelle sozialpolitische Themen und Stellungnahmen einer noch breiteren Öffentlichkeit bekannt werden, gibt es nun unter www.awo-blog.de ganz neu den Blog „AWO im Norden“. Ein echtes Gemeinschaftsprodukt mit unterschiedlichen Facetten und das erste seiner Art bundesweit.Sechs AWO-Gliederungen zwischen Harz, Nord- und Ostsee haben sich zusammengetan, um gemeinsam und immer abwechselnd zu aktuellen Themen Stellung zu nehmen – und zu diskutieren. Denn eine aktive Auseinandersetzung ist ausdrücklich erwünscht. „AWO ist ja viel mehr als das, was meistens als ‚AWO-vor-Ort’ wahrgenommen wird. Genau das wollen wir mit unserer Zusammenarbeit zeigen und auch neue Ideen und Anregungen sammeln, Themen und Gedanken anstoßen“, sagt Hanna Naber, V.i.s.d.P. und Geschäftsführerin des AWO- Bezirksverbandes Weser-Ems. „Außerdem ist der Blog eine Möglichkeit, nicht nur unsere Mitglieder und Mitarbeiter_innen anzusprechen, sondern auch Interessierte zur Beteiligung einzuladen. Die inhaltliche Auseinandersetzung über den Tellerrand hinaus belebt unsere sozialpolitischen Diskussionen“. Reihum kommen die Beiträge aus den Bezirks- und Landesverbänden Bremen, Braunschweig, Hamburg, Hannover, Mecklenburg-Vorpommern und Weser-Ems. Dabei entwickeln sich zuweilen längere Themenstränge. Aber nicht immer müssen sich die Blog-Beiträge aufeinander beziehen. Aktualität und inhaltlicher Tiefgang sollen so eben so gewährleistet sein wie eine Themenvielfalt, die die vielfältigen Aktivitäten der AWO abbildet.Einfach mal vorbei schauen und gerne auch einen
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Kontakt:
Dr. Andrea Hoffmann, Stabsstelle Pressesprecherin
Telefon: 0511 - 4952-202 . Mobil: 0160 - 743 52 82
Email: andrea.hoffmann[at]awo-bvh.de

 

 

Arbeiterwohlfahrt: Überschuldung kann leider jeden treffen .

Northeim. Seit Ende 2005 besteht die Schuldnerberatung der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Northeim mit Unterstützung des Kreisverbandes Hildesheim. Zunächst als ergänzendes Angebot aufgrund der großen Nachfrage und zur Gewährleistung einer zeitnahen Beratung eingerichtet, hat der Bedarf in den letzten Jahren deutlich zugenommen, so dass ich die Beratungsleistungen insgesamt nahezu verdoppelt haben.

 

Immer mehr Menschen aller Altersgruppen geraten in finanzielle Schwierigkeiten. Dies kann nach Auskunft des Leiters der Schuldnerberatung, Herrn Christian Ranke, jeden treffen. So sind die entscheidenden Ursachen der Verlust des Arbeitsplatzes oder die Trennung vom Partner oder der Partnerin. Was zu zweit und mit regelmäßigen Einkommen zu über Leasing oder Darlehen zu finanzieren ist, insbesondere Haus oder Auto gerät dann schnell zur erdrückenden Last. Aber auch eine zu enge Finanzplanung kann schnell bei unvorhergesehenen Belastungen auseinanderbrechen. Wer sein Girokonto nicht mehr in den Griff bekommt oder Schulden auch gegenüber Verwandten und Freunden nicht mehr zurückzahlen kann befindet sich im Sog der Überschuldung.

 

Leider finden die meisten erst den Weg zur Beratung, wenn unmittelbare rechtliche Schritte drohen: Zwangsvollstreckung oder Kontenpfändungen sind ernste Folgen und können das Leben der Betroffenen völlig aus dem Gleichgewicht bringen.

 

Die Schuldnerberatung bietet den Hilfesuchenden eine kostenlose, qualifizierte und diskrete Beratung an, um einen Weg aus der Überschuldung und ständigen Angst vor Anwälten, Inkassounternehmen hin zu geordneten finanziellen Verhältnissen, wenn nötig auch durch eine Privatinsolvenz. Auch wer sich nur einen Überblick über die wirtschaftliche Haushaltslage verschaffen will, nach Einsparungsmöglichkeiten sucht oder Informationen über öffentliche Sozialleitungen benötigt kann sich an die AWO wenden.

 

Die AWO bietet dazu allen betroffenen Bürgerinnen und Bürgern im Landkreis diese Hilfe an, ob in der Geschäftsstelle am Entenmarkt in Northeim oder beim Job-Center in Bad Gandersheim. Bei Bedarf können auch Sprechstunden vor Ort vereinbart werden. Außerdem findet einmal im Monat eine Schuldner- und Insolvenzberatung im Maßregelvollzugszentrum Niedersachsen – Standort Moringen statt. Damit besteht ein Angebot um Betroffene verschiedenster gesellschaftlicher Schichten zu erreichen und Hilfe zu geben.

 

Ansprechpartnerin der AWO-Schuldnerberatung ist Frau Mandy Dräger, Am Entenmarkt 3, 37154 Northeim, Tel. 05551 9082191 bzw. schuldnerberatung@awo-northeim.de.

 

AWO unterstützt Eltern bei Mutter-Vater-Kind-Kuren .

Einbeck/Northeim. Mütter und Väter müssen im Alltag immer stark sein, um Beruf, Haushalt und Kinder zu managen. Doch selbst beim stärksten Menschen ist irgendwann mal die Luft raus. Man wird krank und an Erholung ist kaum zu denken. In solchen Situationen brauchen Familien Unterstützung. Ein spezifisches Gesundheitsangebot für Mütter und Väter stellen die Vorsorge und Rehabilitationsmaßnahmen nach §§24,41 SGB V dar, die der Gesetzgeber mit der Vollfinanzierung durch die Krankenkassen gesichert hat.

Die Arbeiterwohlfahrt berät Eltern im Landkreis Northeim über die Möglichkeiten einer Gesundheitsmaßnahme, klärt mit Ihnen Erwartungen, Ziele, Wünsche, offene Fragen. Die Kreisgeschäftsführerin Constanze Behrens informiert die Betroffenen über Antragsverfahren, unterstützt sie bei der Beantragung, der Finanzierung und der Versorgung Ihrer Familie während der Kur. Die Beanspruchung der AWO-Kurberatungsleistung ist selbstverständlich kostenlos.

Das Müttergenesungswerk hat 78 anerkannte Einrichtungen, davon 5 nur für Mütter. Um einen Kurerfolg verzeichnen zu können sollten u.a. die Behandlung der Beschwerden, die Größe der Einrichtung, die Kinderbetreuung und die Lage oder Ausstattung der Klinik beachtet werden. Die Frauen haben Wunsch- und Wahlrecht, von dem sie nach Ansicht der AWO Gebrauch machen sollten. Außerdem werden von den Kliniken auch Schwerpunktmaßnahmen angeboten wie z.B. Pflegebedürftige Angehörige, Trauerverarbeitung oder eine Therapie nach einer Krebserkrankung.

Die Krankenkasse entscheidet über die Bewilligung einer Vorsorge- oder Rehamaßnahme und soll sich dabei orientiert an den medizinischen Erfordernissen des Einzelfalls orientieren. Hier war in der Vergangenheit eine äußerst restriktive Genehmigungspraxis zu verzeichnen, so dass Kuren erst in Widerspruchsverfahren durchgesetzt werden konnten. Seit dem 6. Februar 2012 greifen die neuen Begutachtungsrichtlinien, welche mehr Transparenz und Klarheit schaffen und für eine einheitliche und sachgerechte Bearbeitung der Anträge gewährleisten sollen.

Im Jahr 2012 wurden in der Sprechstunde der AWO 14 Kuren von ca. 20 Beratungen von den Krankenkassen bewilligt. Hinzu kommen nochmals ca. 7 allgemeine (ohne tel. Beratung) Beratungen. 6 Kuranträge wurden nicht bewilligt. Diese Kuren wurden zum Teil umgeleitet, d.h. die Betriebskrankenkassen belegen ihre eigenen Häuser und nicht die des Müttergenesungswerks. Die Zusammenarbeit zwischen den „großen“ Krankenkassen wie z.B. der AOK, DAK und IKK sind in den letzten Monaten weitaus besser geworden, so Constanze Behrens. Dieses macht sich durch die ansteigende Zahl an Beratungen in 2013 bemerkbar (27 Beratungen von Jan.-Mai 2013-ohne tel. Beratungen). Die Frauen haben längst nicht mehr so viel Angst eine Kur einzureichen u. ihren Arbeitsplatz zu verlieren, sondern sie kämpfen immer mehr um ihre Rechte, so Behrens. Der AWO-Kreisverband Northeim betont den Leistungsanspruch der Eltern auf Kuren im Bedarfsfall. Mütter und Väter sollten daher auch bei abgelehnten Anträgen, die Möglichkeiten des Widerspruchsverfahrens nutzen und sich dabei von der Beratungsstelle der AWO unterstützen lassen.

Informationen sind in der AWO-Kreisgeschäftsstelle, Entenmarkt 3, 37154 Northeim, telefonisch unter 05551 - 8072 oder unter E-Mail: behrens@awo-northeim.de erhältlich.

 

Werteorientierte Angebote sichern .

Einbeck/Hannover. In ihrem Gastreferat anlässlich der AWO-Kreiskonferenz in Einbeck machte die Bezirksvorsitzende, Kerstin Tack MdB, deutlich, dass es auch in Zukunft soziale Einrichtungen ohne konfes...sionelle Bindung und kommerziellen Profit geben müsse. So hätten z.B. Eltern ein Anrecht darauf, dass ihre Kinder in weltanschaulich neutralen Krippen und Kindertagesstätten betreut werden. Der Kindergarten in Uslar sei hierfür ein hervorragendes Beispiel.

Auch dürfe insbesondere die Pflege von Seniorinnen und Senioren nicht allein privaten Anbieten überlassen werden. Hier müsse der Mensch und nicht der Profit im Mittelpunkt stehen. Dies gelte auch und gerade für die Beschäftigten. Der AWO-Bezirk Hannover zahle Tariflöhne, während private Anbieter ihren Beschäftigten vielfach nicht auskömmliche Mindestlöhne bei schlechten Arbeitsbedingungen zumuteten. Tack verwies in diesem Zusammenhang auf die schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für Anbieter in dieser Branche: So erhielten in Niedersachsen die Leistungserbringer die niedrigsten Sätze aller alten Bundesländer vergütet. Hier werde die Arbeiterwohlfahrt die neue rot-grüne Landesregierung in die Pflicht nehmen.

Aber die Arbeiterwohlfahrt sei mehr als nur Anbieter von sozialen Dienstleistungen. Neben den 2.000 hauptamtlichen Kräften verstehe sich der Bezirk Hannover mit über 20.000 Mitgliedern als moderner Mitgliederverband. Bei der AWO gebe es vielfältige Beteiligungsmöglichkeiten, vor allem individuelle Gelegenheiten zur ehrenamtlichen Mitarbeit im Dienste von Menschen für Menschen. Der Bezirk möchte die Kreisverbände bei ihrer Arbeit vor Ort unterstützen. Hier gelte es die sozialen Netzwerke in den Ortsvereinen zu erhalten, damit flächendeckend umfassende Angebote für die Menschen vorgehalten werden können.

Mit dem neuen Kreisvorstand in Northeim stehe der Bezirk im engen Kontakt. Sie wisse die soziale Arbeit hier in guten Händen, so die AWO-Bezirksvorsitzende.
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Rolf Hojnatzki ist neuer AWO-Kreisvorsitzender .

Einbeck/Northeim. Auf einer Delegiertenkonferenz hat kürzlich der AWO-Kreisverband Northeim e.V. einen neuen Vorstand gewählt. An der Spitze der Arbeiterwohlfahrt im Landkreis Northeim steht nunmehr Rolf Hojnatzki. Der 44-jährige Diplom-Kaufmann aus Einbeck wurde einstimmig gewählt und schließt damit die Vakanz nach dem Rücktritt von Rolf Hornkohl.

Er verstehe den Kreisverband als Koordinator und Unterstützer der Ortsvereine bei ihrer Arbeit vor Ort. Es gelte darüber hinaus die Zusammenarbeit mit den anderen Wohlfahrtsverbänden und den AWO-Kreisverbänden in der Region zu vertiefen. Der neu gewählte Vorstand werde sich in einer Klausurtagung mit den Schwerpunkten der Mitgliederwerbung, des Ehrenamtes und den sozialen Angeboten befassen.

Die Konferenz wählte darüber hinaus als stellvertretende Vorsitzende Uwe Lebensieg (Gillersheim), Christoph Placzek (Northeim) und Christa Vogt (Uslar). Schriftführerin bleibt Runa Lichtel-Kohl aus Northeim.

Für die Finanzen ist künftig Axel Endlein (Northeim) zuständig.

Dem Vorstand gehören ferner Jochen Blickwede (Katlenburg), Gerhardt Heldt (Uslar), Emmy Hoppe (Hardegsen), Winfried Nagel (Einbeck), Heinz Wertheim (Gillersheim) und Anita Wiegmann (Bad Gandersheim) an.

Zu Revisoren wurden Werner Bostelmann (Einbeck), Gustav Heinecke (Northeim) und Horst Hoppe (Hardegsen) gewählt.