Northeim

Gründung der AWO in Northeim

Auf Anregung der Reichstagsabgeordneten Marie Juchacz wurde auf einer Sitzung des Parteiausschusses der SPD am 13. Dezember 1919 der Hauptausschuss für Arbeiterwohlfahrt gegründet. Zeil war es, die unmittelbare Not nach dem Ende des 1.Weltkrieges zu lindern und den Armen und Waisen und den Familien zu helfen. Zu diesem Zeitpunkt war die Arbiterwohlfahrt eine Organisation nahe der SPD.

Schnell entstanden im ganzen Reich Ortsauschüsse der Arbeiterwohlfahrt. Am 22. September 1924 wurde auch in Northeim ein Ortsauschuss gegründet, Voritzende wude Marie Günther, ebenfalls Beteiligt waren Frau Lieb, Frau Stünkel, Frau Teuteberg und Frl. Ulrich.

Es waren Überwiegend Frauen, die sich engagierten. Dies entsprach auf dem Bedürfnis der Frauen nach sozialer Betätigung. Sie gründeten Nähstuben, kümmerten sich um alte und einsame Menschnen, versuchten die Not mit Lebensmittelmn- und Kleiderspenden zu lindern und sie engagierten sich bei der Kinderverschickung.

Überliefert ist ein Foto, das zeigt, dass auch die Geselligkeit gepflegt wurde, zum Beispiel bei einem Ausflug ins Grüne. Bekannt ist auch, dass auf der Bezirkskonferenz 1930 in Hannover die Vorsitzenden aus Hohnstedt, Stöckheim und Sudheim anwesend waren.

1933 verboten die Nationalsozialisten die Arbeiterwohlfahrt, damit musste auch in Northeim die Arbeit eingestellt werden.

Der 2. Weltkrieg endete mit Schrecken, Städte waren zerstört, die Menschen litten schlimme Not. 8,4 Millionen Flüchtlinge kamen in ein zerstörtes Land, es fehlte an Allem.

Schon 1945 nahm die Arbeiterwohlfahrt in Hannover wieder ihre Arbit auf, sie begann ohne finanzielle Grundlage und ohne Organisationsapparat.

Die ersten Ansätze fanden alle in der Illegalität statt. Kurt Schumacher gehörte schon zum ersten Vorstand am 5. Mai 1954.

Schumachers Vorstellung setzte sich programmatisch und praktisch durch, die AWO wurde eine selbständige Organisation und nicht mehr eine Arbeitsgemeinschaft der SPD.

Auch in Northeim wurde kurz danach wieder die Arbeit aufgenommen. Die konkrete Arbeit der ersten Jahre erinnert stark an die Aktivitäten vor 1933, neu hinzu gekommen war allerdings die Flüchtlingshilfe. In den Folgejahren wurde wieder mit der Kinderverschickungbegonnen, Pakete im Rahmen der Flüchtlingshilfe wurden verschickt, auch unmittelbare Hilfen vor Orts wurden verteilt, Nähstuben entstanden.

Heute ist die Arbeiterwohlfahrt in Northeim ein kompetenter Partner in der freien Wohlfahrtspflege, ein politisch engagierter Ansprechpartner in sozialen Fragen und ein moderner Dienstleister. Angebote sind u.a. „Das besondere AWO-Lädchen“.

AWO Northeim
Entenmarkt 3
37154 Northeim

Telefon: 05551-8072

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Die Corona-Hilfe für den Landkreis Northeim

Internet: human-northeim.de